Politischer Beirat Wirtschaftsregion Dresden

Nach intensiven Vorgesprächen konstituierte sich am 02.02.2010 erstmalig im BVMW-Oberlausitz ein Politischer Beirat. Er setzte sich zusammen aus Politikern (wie Mitglieder des Bundestages und des Sächsischen Landtages) und interessierten Vertretern aus öffentlichen Einrichtungen mit denen wir uns intensiv und regelmäßig austauschen. Am 05.04.2018 fand die Konstituierung des Politischen Beirates statt. Mit dieser wurde auch die Ausweitung auf die gesamte Wirtschaftsregion Dresden umgesetzt.

Handlungskonzeption

1.

Im Politischen Beirat wird der regional übergreifende Dialog von ausgewählten Mittelständlern & Politikern gepflegt. Der Politische Beirat ist ein Bündnis von Mittelständlern und Politikern, die sich gegenseitig zu wirtschaftspolitischen / regionalen Themen beratend zur Seite stehen und das nach außen auch zeigen; zum jährlichen BVMW-MiTag oder den kommunalpolitischen Foren des BVMW.

Im Mittelpunkt stehen die Erhöhung der Attraktivität der Region und die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Mittelständler (deren Wertschöpfungspotentiale); durch qualifiziertere Kooperationen (Cross-Innovationen).

Wir erarbeiten gemeinsame Forderungen gegenüber Land & Bund und erwarten, dass der BVMW als Stimme des Mittelstandes in der Region aktiv in politischen Entscheidungsfindungen einbezogen wird. Die Mitarbeit im Politischen Beirat erfolgt auf der Grundlage von BVMW- Mitgliedschaften (incl. Freundeskreis / Fördermitgliedschaften), bzw. aktivem Mitwirken zur Realisierung von Projekten.

2.

Wir verstehen uns als eine gemeinsame Wirtschafts-& Wachstumsregion zwischen Riesa und Zittau, Weißwasser und Altenberg, in der Dresden das natürliche Zentrum ist und entwickeln eine Initiative „von unten“ in deren Ergebnis (Vision): sich in Schritten eine „Metropolregion Dresden“ zum Nutzen aller konstituiert und die Anziehungskraft der Region sich so erhöht, damit auch in Zukunft genügend Fachkräfte in der gesamten Fläche zur Verfügung stehen und
dieser freiwillige Zusammenschluss von Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gemeinsames Regionalmarketing und Regionalmanagement betreibt.

Deshalb fordern wir eine aktive, eigenständige Standortpolitik für die Region als freiwilliger Zusammenschluss von Kommunen der Region und die Institutionalisierung einer „Metropolregion“, bei der der BVMW als Mittelstandvertreter aktiv einbezogen ist. Das entstehende „Konzept zur Kohle-Region Lausitz“ verstehen wir als Chance, den ländlichen Raum noch besser mit der Metropole Dresden zu vernetzen, deshalb unterstützen wir ein Modell für den Strukturwandel umzusetzen und eine Art „Sonderwirtschaftszone“ zu schaffen, auch wenn der Kohleausstieg nicht vor 2040 kommen darf. 

3.

Wir erarbeiten ein ökonomisches Narrativ für eine gemeinsame "Wirtschafts-& Wachstums- Region“ und entwickeln gemeinsame Identitäten, damit alle Menschen sich in der Region wohlfühlen können.

Als Leitidee gilt es die jeweils spezifischen Potentiale (Stärken) einer Metropole Dresden und den umgebenden ländlichen Raum, beiderseitig und nutzenstiftend zu verknüpfen. Wir erkennen die Herausforderungen der Demographie und des Fachkräftemangel und reagieren darauf, in dem wir gemeinsam innovativer und attraktiver werden; dies ausstrahlen und so noch anziehender werden.

Dabei kooperieren wir mit der Initiative „Wachstumsregion Dresden“  und publizieren Geschichten von Personen und Unternehmen, die aufzeigen, welcher Reiz von der Region ausgeht. Wir betreiben eine regionale Kommunikationsplattform als Sprachrohr:  “Unser Glas ist mindestens immer halb voll – wir erhöhen stetig den Rand“ 

4.

Gemeinsame Identitätsanker für die Region sind gemeinsam zu bearbeitende Themenfelder und eine aktivere verbindende Kommunikation. Wir arbeiten heraus welchen Nutzen alle haben können und stellen die Aktiven als „Mittelstandsfreundliche Städte und Gemeinden“ heraus.

Dabei legen wir zunächst den Schwerpunkt auf gemeinsam verabredete Projekte / Themenfelder.  Als grundsätzliche Forderung gegenüber der Bundes- und Landespolitik treten wir für konsequente Planungsvereinfachung ein, daran machen wir fest, ob politische Zusagen wirklich ernst gemeint sind.

 Wir wollen mit einer Stimme sprechen und zu folgenden Themen Veränderungsdruck aufbauen:

Erreichbarkeit und Mobilität durch:

  • konkrete Aktionen zum Ausbau Verkehrs-Infrastruktur:
    - A 4; B 178; B 156; ...
    - Elektrifizierung der Strecken Dresden Görlitz / Breslau & Görlitz – Berlin (schaffen von S-Bahnverbindungen …)
    - Sicherung der Flächen für nötige Trassen
  • Schritte für einen gemeinsamen Verkehrsverbund (ÖPNV)

Telekommunikation – mit stabilen Netzen Erreichbarkeit und Datentransfer sichern

  • flächendeckender Ausbau Breitbandnetze
  • flächendeckende Mobilfunk-Verbindung + WLAN

Bildungsstandorte sichern in den Ankerstädten!

  • Sicherung Berufsschulzentren-Standorte (wo welche Ausbildungsschwerpunkte sein sollen)
  • Unterstützung von Mittelständlern bei der Weiterbildung von Mitarbeitern

Innovationsfähigkeit des Mittelstandes durch Wissenschaftskooperationen stärken

  • TU / HS / BA werden konsequent mit Mittelständlern verbunden (Entwicklung einer Gruppe zur Verbesserung der Innovationstransfers)
    > Bürokratieabbau und Verlässlichkeit von Förderinstrumenten

Mitglieder des Politischen Beirates des BVMW in der Wirtschaftsregion Dresden

Unternehmer

Dr. Stefan Jakschik
ULT AG

Wolfram Kreisel
Kreisel GmbH & Co.KG

Dr. Jochen Leonhardt
ST Treuhand

Dr. Jan Hendrik Peters
bmbg consult

Lars Schmieder
Paulsberg OHG

Prof. Thomas Streil
SARAD GmbH

Bundes & Landespolitik

Michael Kretschmer (CDU)
Ministerpräsident Freistaat Sachsen

Lothar Bienst (CDU)
Mitglied des Sächsischen Landtages

Tino Chrupalla (AfD)
Mitglied des Deutschen Bundestages

Steffen Große
Vorsitzender Freie Wähler Sachsen

Torsten Herbst (FDP)
Mitglied des Deutschen Bundestages

Karsten Hilse (AfD)
Mitglied des Deutschen Bundestages

Stephan Kühn (GRÜNE)
Mitglied des Deutschen Bundestages

Andreas Lämmel (CDU)
Mitglied des Sächsischen Landtages

Franziska Schubert (GRÜNE)
Mitglied des Sächsischen Landtages

Kommunalpolitik & Verwaltungen

Thomas Berndt
Agentur für Arbeit Bautzen, Vorsitzender der Geschäftsführung

Michael Harig (CDU)
Landrat Landkreis Bautzen

Dirk Hilbert 
Oberbürgermeister Landeshauptstadt Dresden

Bernd Lange (CDU)
Landrat Landkreis Görlitz

Roland Dantz
Oberbürgermeister Stadt Kamenz

Thomas Martolock (CDU)
Bürgermeister Gemeinde Cunewalde

Bert Wendsche
Oberbürgermeister Stadt Radebeul

Thomas Zenker
Oberbürgermeister Stadt Zittau